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Pharmakologie

 

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Pharmakologie (und Toxikologie)

Definitionen beschreiben die Toxikologie z.B. als 'Lehre von den schädlichen Wirkungen bestimmter Verbindungen und Substanzen auf lebende Organismen' und die Pharmakologie als 'Lehre von den Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Organismen'. Obwohl eine solche Beschreibung natürlich richtig ist, ist es vielleicht sinnvoll, auch den Zusammenhang zwischen diesen beiden 'Schwesternwissenschaften', der oft übersehen wird, zu betonen. Viele Stoffe und Verbindungen üben (mehr oder weniger) spezifische Wirkungen auf Strukturen und Stoffwechselvorgänge lebender Organismen aus; ist diese Wirkung negativ, bezeichnet man die Verbindung als Schadstoff oder Gift, ist sie positiv, handelt es sich evtl. um ein Arzneimittel.

Der Veranschaulichung der komplexen Zusammenhänge dient sicherlich auch der alte Spruch von Paracelsus:

"Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist."

Eingehende Darstellung von chemischen Stoffen und Verbindungen in ihrer Wirkung auf Menschen, Tiere und Pflanzen. Bedeutung und Wirkmechanismen von umweltrelevanten und aktuellen Schadstoffen und Drogen. Bedeutung von Pflanzeninhaltsstoffen für die Toxikologie und medizinische Therapie. Anwendung tierischer Gifte in der Medizin,  z.B. Schlangengifte.

Die Bedeutung von Naturstoffen (pflanzlich oder tierisch) ist nach wie vor enorm und nimmt in den letzten Jahren sogar noch zu. Dies liegt keineswegs an einer möglicherweise toxikologisch kleineren Problematik - noch heute stammen die stärksten bekannten Gifte aus der Natur. Der pharmazeutische und pharmakologische Vorteil besteht u.a. darin, daß in den physiologischen Präparaten oft die natürliche Mischung verschiedener Stoffe eine fast einzigartige Wirkung bzw. Wirksamkeit bewirkt. In vielen Fällen ist es bis heute nicht möglich, mit noch so guten synthetischen Präparaten vergleichbare Wirkungen zu erzielen. Sicherlich auch aus diesem Grund kann man die negative Einschätzung von Mischpräparaten in der aktuellen Medizindiskussion an dieser Stelle kritisch hinterfragen.


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