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Bio-Wasserstoff

 

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Bio-Wasserstoff
 

01./02. Februar 2003 -- Westfalen-Blatt Nr. 27


Stichwort: Bio-Wasserstoff

Eine Vielzahl von Algen und Bakterien sind in der Lage, direkt Bio-Wasserstoff zu bilden. Und einige von ihnen benötigen dazu lediglich wenige Mineralsalze und Sonnenlicht. Die Enzyme, die diese Reaktion innerhalb der Organismen am besten bewerkstelligen, sind die so genannten Hydrogenasen. Diese sind allerdings Sauerstoffempfindlich. Das heißt, dass sie nur unter völligem Ausschluss von Sauerstoff den gewünschten Wasserstoff produzieren. Dieses Problem kann jedoch unter anderem dadurch gelöst werden, dass die Organismen in geschlossenen Systemen unter Sauerstoffausschluss, bei gehemmter Photosynthese und mit versetzten Belichtungsphasen eingesetzt werden.

Auch eine zweite Schwierigkeit haben die Wissenschaftler inzwischen gemeistert. Denn manche Hydrogenasen verbrauchen nach einiger Zeit selbst einen Teil des Wasserstoffes, den sie produzieren. Durch die Zugabe einer speziellen Substanz wird dieser Prozess blockiert. Das Resultat ist eine konstante Abgabe des wertvollen Gases.

Die Wasserstoff produzierenden Organismen können in zwei Formen eingesetzt werden - frei beweglich im Kulturmedium oder immobilisiert auf speziellen schwammartigen Kunststoffen. In jedem Fall sprudelt der produzierte Wasserstoff zur Oberfläche wie Kohlensäure in einem Glas mit Mineralwasser. Als Energie, um diesen Prozess in Gang zu setzen, reicht Sonnenlicht.

Laut Prof. Dr. Klaus Peter Bader sind damit die meisten prinzipiellen Schwierigkeiten gelöst. So gebe es inzwischen im wesentlichen nur noch einige Probleme bei den technischen Anforderungen an die Biophotoreaktoren, in denen die Wasserstoff-Produktion auf biologischen in großem Maßstab betrieben werden kann.


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