Eine Vielzahl von Algen und
Bakterien sind in der Lage, direkt Bio-Wasserstoff zu bilden. Und einige von
ihnen benötigen dazu lediglich wenige Mineralsalze und Sonnenlicht. Die Enzyme,
die diese Reaktion innerhalb der Organismen am besten bewerkstelligen, sind die
so genannten Hydrogenasen. Diese sind allerdings Sauerstoffempfindlich. Das
heißt, dass sie nur unter völligem Ausschluss von Sauerstoff den gewünschten
Wasserstoff produzieren. Dieses Problem kann jedoch unter anderem dadurch gelöst
werden, dass die Organismen in geschlossenen Systemen unter
Sauerstoffausschluss, bei gehemmter Photosynthese und mit versetzten
Belichtungsphasen eingesetzt werden.
Auch eine zweite
Schwierigkeit haben die Wissenschaftler inzwischen gemeistert. Denn manche Hydrogenasen verbrauchen nach einiger Zeit selbst einen Teil des Wasserstoffes,
den sie produzieren. Durch die Zugabe einer speziellen Substanz wird dieser
Prozess blockiert. Das Resultat ist eine konstante Abgabe des wertvollen Gases.
Die Wasserstoff
produzierenden Organismen können in zwei Formen eingesetzt werden - frei
beweglich im Kulturmedium oder immobilisiert auf speziellen schwammartigen
Kunststoffen. In jedem Fall sprudelt der produzierte Wasserstoff zur Oberfläche
wie Kohlensäure in einem Glas mit Mineralwasser. Als Energie, um diesen Prozess
in Gang zu setzen, reicht Sonnenlicht.
Laut Prof. Dr. Klaus Peter
Bader sind damit die meisten prinzipiellen Schwierigkeiten gelöst. So gebe es
inzwischen im wesentlichen nur noch einige Probleme bei den technischen
Anforderungen an die Biophotoreaktoren, in denen die Wasserstoff-Produktion auf
biologischen in großem Maßstab betrieben werden kann.
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