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27. Dezember 2009 -- Westfalen-Blatt Nr. 282


Das Mehr zur Schulmedizin

Gesellschaft für Komplementärmedizin gegründet

Bielefeld (WB). Bielefeld (WB). Komplementärmedizin - das meint ausdrücklich nicht ein Agieren gegen die Schulmedizin. Vielmehr soll die „klassische“ Medizin ergänzt und durch medizinisch-therapeutische Maßnahmen unterstützt werden. Eine „Internationale Gesellschaft für Komplementärmedizin“ (IGKMed), die sich in Bielefeld gegründet hat, hat sich dieses Ziel auf die Fahnen geschrieben.

Die Gesellschaft zählt Ärzte, Naturwissenschaftler, Zahnärzte, Apotheker, Sportmediziner und andere zu ihren Mitgliedern. Der erste Vorstand besteht aus dem Biologen Prof. Dr. Klaus-Peter Bader, Dr. Matthias Essing (Hals-Nasen-Ohren-Arzt), Dr. Teja Balshüsemann (Zahnarzt) sowie Hans-Peter Löw (Ingenieur aus Herford) als Schatzmeister und Heilpraktiker Roland Kegel, (Dortmund) als Schriftführer.

Sie alle wollen die Komplementärmedizin stärken, zugleich aber Synergien zwischen den medizinischen und naturwissenschaftlichen Fachrichtungen fördern. „Viele der aktuell entwickelten Diagnose- und Therapieverfahren wie zum Beispiel die moderne Gendiagnostik entstammen unmittelbar der molekularbiologischen und molekulargenetischen Forschung und erfordern in der Praxis ein hohes Maß an gegenseitigem Fachverständnis“, sagt Bader.

Eine solche „Überdisziplinarität“ sei erstaunlicherweise bisher institutionell praktisch nicht vorhanden.

Ein besonderer Schwerpunkt der IGKMed soll die Diskussion über die Peking-Deklaration der Weltgesundheitsorganisation vom November 2008 sein: Sie verpflichtet die Mitgliedstaaten zur Förderung und Weiterentwicklung der Komplementärmedizin. In Deutschland, kritisiert Bader, sei sie trotz ihrer Eindeutigkeit noch nicht nennenswert veröffentlicht geschweige denn bearbeitet worden. Die Deklaration schließt ausdrücklich nichtärztliche Therapeuten ein. Zudem hat sich die Gesellschaft die Zulassungsverfahren von naturheilkundlichen und pflanzlichen Medikamenten vorgenommen

Der erste Vorstand der IGKMed besteht aus Prof. Dr. rer. nat. Klaus P. Bader (2. von links.) als 1. Vorsitzenden, Dr. med. Matthias Essing (2. von rechts) und Dr. med. dent. Teja Balshüsemann (links) als stellvertretenden Vorsitzenden sowie dem Dipl. Ing. Hans-Peter Löw (rechts) aus Herford als Schatzmeister. Vervollständigt wird der Vorstand durch den Dipl. Ing. Roland Kegel als Schriftführer (nicht auf dem Bild).


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Institut für Biomedizin und Umweltconsulting (IFBUC)

Westerfeldstr. 1-3
33611 Bielefeld
Tel.: 0521 - 989 21 80
Fax: 0521 - 989 21 90
e-mail: info@ifbuc.com oder k.bader@uni-bielefeld.de


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